09. Juli 2020

Update zur Zukunft der britischen Programmteilnahme

Adam Derewecki/pixabay.com

7. Juli 2020 - Herausgegeben von Anne Sofie Forfang,

Engl. Original-Version unter: https://northsearegion.eu/about-the-programme/programme-news/update-on-the-future-of-uk-programme-participation/

Die britische Regierung hat ihre Entscheidung bekannt gegeben, sich in der nächsten Programmperiode (2021-2027) aus der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit einschließlich aller Interreg-Programme zurückzuziehen. Die einzige Ausnahme ist das Programm „PEACE Plus“.

Das bedeutet, dass das nächste Kapitel des Nordseeraumprogramms ohne das Vereinigte Königreich geschrieben wird. So traurig dies ist, bleiben wir zuversichtlich, dass das neue Programm seinen Weg zum Aufbau von Wohlstand und Widerstandsfähigkeit in der Nordseeregion fortsetzen wird.

Laufende Projekte werden wie geplant fortgesetzt

Die Entscheidung des Vereinigten Königreichs hat keine Auswirkungen auf laufende Projekte. Auf der Grundlage des Austrittsabkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU wird sich das Vereinigte Königreich bis zum Ende des Programmzeitraums 2014-2020 weiterhin am Programm für die Nordseeregion beteiligen. Die Begünstigten des Vereinigten Königreichs können also weiterhin an laufenden Projekten teilnehmen, bis diese abgeschlossen sind, was noch bis Juni 2023 der Fall sein kann.

Ein zukünftiges Programm ohne das Vereinigte Königreich

Rückblickend auf mehr als 20 Jahre fruchtbarer Zusammenarbeit hat das Vereinigte Königreich eine unschätzbare Rolle bei der Gestaltung des Programms für den Nordseeraum gespielt. In enger Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedsländern hat das Vereinigte Königreich dazu beigetragen, dass das Programm zu dem wurde, was es heute ist.

Wir sind zuversichtlich, dass das Programm auch weiterhin sehr zielgerichtete und wirkungsvolle Projekte liefern wird. Wie unsere „Cooperation Heat Maps“ der Zusammenarbeit zeigen, bezieht das Programm Begünstigte in der gesamten Region ein, wobei Groningen, Hamburg, Gent, Göteborg und Leeuwarden die derzeitigen Top-Hotspots der Innovation sind. Selbst nach dem Verlust des Vereinigten Königreichs verfügt das Programm über eine große Innovationskraft.

Dennoch wird der Weggang des Vereinigten Königreichs mit Sicherheit eine Lücke hinterlassen - und zwar nicht nur in unserer Arbeit, sondern auch in unseren Herzen. Auf der anderen Seite wird der Übergang nicht über Nacht geschehen. Wir freuen uns sehr darauf, unsere Unterstützung für die britischen Begünstigten noch einige Jahre lang fortzusetzen.

 Sekretariatsleiter Christian Byrith & Programm- und Projektkoordinatorin Sarah Holsen