Neuland: Wie die Wirtschaftsförderung Bremen Innovation im Mittelstand voranbringt

WFB

Innovation findet oft dann statt, wenn unterschiedliche Perspektiven und Sichtweisen aufeinander treffen und Grenzen zwischen Branchen überschritten werden: Das Projekt „CCC reloaded: CREALAB" setzte genau an diesen Grenzen an: Ziel war es, Akteure aus kreativen Branchen und „traditionellen“ Wirtschaftssektoren zusammen zu bringen und gemeinsam neue Dienstleistungen und Produkte zu entwickeln. Durch die transnationale Zusammenarbeit im Rahmen von INTERREG IVB Nordsee wurden nicht nur neue Veranstaltungsformate entwickelt und Kontakte etabliert, auch die politische und mediale Aufmerksamkeit für das Thema wurde gestärkt.

Innovation ist ein Kernthema für den deutschen Mittelstand. Doch oft fehlt es gerade kleineren Unternehmen an notwendigen Kontakten und Know-How um entsprechende Erneuerungsprozesse in Gang zu bringen, Dienstleistungen und Produkte zu entwickeln oder bestehende Prozesse neu zu denken. Das Projekt Creative City Challenge sowie das Folgeprojekt „CCCreloaded: CREALAB“ setzten genau hier an: Mittels neuer Veranstaltungsformate wurden KMU (Kleine und mittelständische Unternehmen) mit Akteuren der kreativen Branchen zusammen gebracht. „In Bremen hat sich hier insbesondere das Format der Innovationswerkstätten bewährt“, so Andrea Kuhfuß von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH (WFB), die das Projekt koordiniert hat. „Die Werkstätten hatten eine Länge von ca. vier Stunden und haben sich immer einem bestimmten Themengebiet gewidmet, wie z.B. „Origami für die Luft- und Raumfahrt“, „Design thinking“ oder „Marketing für Start-Ups“.“ Oft war der Austausch zwischen Akteuren aus unterschiedlichen Branchen ein erster Schritt für die konkrete Kooperation. Ein weiteres Format waren so genannte „Innovationsprojekte“: Hier wurden Stipendien an Absolventen von Kreativstudiengängen vergeben, die bestimmte Aufgabenstellungen aus Unternehmen der traditionellen Industriesektoren bearbeiteten.

Die transnationale Kooperation hat u.a. dazu beigetragen, diese neuen Vernetzungsformate zu entwickeln, es wurden Erfahrungen aus den verschiedenen regionalen Aktivitäten ausgetauscht und natürlich gab es auch ganz konkret einen Mehrwert, indem z.B. Fachreferenten und Experten aus den Partnerregionen vermittelt wurden.

„Insbesondere die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, war für die TeilnehmerInnen an den verschiedenen Veranstaltungen entscheidend“, so Andrea Kuhfuß, die die Projektaktivitäten auch evaluiert hat. „Für uns als WFB wiederum hat das Projekt dazu geführt, dass Politik und auch regionale Medien stärker auf das Thema aufmerksam wurden – eine wichtige Voraussetzung für weitere Aktivitäten der WFB in diesem Themenfeld.“ Denn es gibt natürlich noch viel zu tun: „Eines der wichtigsten Ergebnisse aus der Evaluation war, dass die meisten TeilnehmerInnen sagen: ;Ich selbst bin kreativen Methoden gegenüber offen – aber mein Unternehmen ist es nicht‘.“